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L‘espace de l‘espèce

L‘espace de l‘espèce - ein Raum, der sich klassischen Zuschreibungen des Kunstmarktes entzieht und in kuratierten Ausstellungen die Werke aufstrebender Künstler der Kunstfabrik HB55 präsentiert. L‘espace de l‘espèce öffnet die ehemalige Industrieanlage und unterstützt das Vorhaben, aus einem Ort des Kunstschaffens eine Institution aufzubauen, die aufstrebenden internationalen Künstlern langfristig einen Atelierplatz bietet und sie untereinander sowie im Berliner Kunstraum vernetzt.

Was verbirgt sich hinter L‘espace de l‘espèce?

L‘espace de l‘espèce
(franz. für Raum der Menschheit)
Frei nach Henri Lefebvre, „La production de l‘espace“ lässt L‘espace de l‘espèce mit den ausgestellten Werken einen Raum über und für soziale Interaktion entstehen.

Das kreative Potential
Eine soziologische Betrachtung von Kunst liegt den kuratierten Ausstellungen zu Grunde. Die Distanz zum Publikum soll überwunden werden und durch den Dialog mit, über und unter den Werken das kreative Potential als Bestandteil der Auseinandersetzung mit der Lebensrealität bestärkt werden. Denn die Gesellschaft selbst hat Werkcharakter, ist Moment der Kunst, ist Kreation und genauso wahr. Ganz nach Henri Lefebvre erschaffen wir den Ausstellungs- wie auch sozialen Raum durch unsere Interaktionen und Bewegungen ständig neu.

Im Wandel
Der Ausstellungsraum will sich nach Außen öffnen, Distanzen und feste Strukturen sowie Sehgewohnheiten aufbrechen. Um Assoziationen und verschiedene Perspektiven zu befördern, die u.a. Rückschlüsse auf aktuelle sozialpolitische Themen erlauben, werden die Ausstellungen zumeist im Zuge der Eröffnungen performativ bespielt.


Kerstin Godschalk ist Kulturwissenschaftlerin und -managerin. Sie war 2010 zunächst als Praktikantin im Projekt Das Potosí-Prinzip am Haus der Kulturen der Welt in Berlin tätig und begleitete die Ausstellung, die Barocke Kunstwerke mit zeitgenössischer Kunst verband, im Anschluss an die Umsetzung am Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2011 nach Bolivien, La Paz, wo sie deren Umsetzung ehrenamtlich begleitete und in ihr Forschungsprojekt miteinbezog.


Schwerpunktmäßig beschäftigt sie sich mit internationaler moderner und zeitgenössischer Kunst, die sie mit kunsthistorischem und kulturpolitischem Wissen sowie Kenntnissen um Stadt und Raum verbindet. Die Verfolgung eines kunstsoziologischen Ansatzes ermöglicht ihr die traditionelle Trennung und Hierarchien der künstlerischen Disziplinen untereinander über Verbindungen zu thematischen Kontexten zu durchbrechen. Ihre kuratorische Praxis zeichnet sich einerseits von einem multimedialen Ansatz aus, der den Ausstellungsort zu thematischen Räumen verdichtet, in denen die Grenzen zwischen Genren und Medien der Bildenden Kunst zu Gunsten eines Dialoges der Werke untereinander verschwimmen und doch jedes Werk autonom für sich steht. Andererseits wird ihre Ausstellungspraxis über den unmittelbar ästhetischen Ausdrucksgehalt im Ausstellungsraum hinaus von der Frage nach der Rückbindung von Kunst in die Gesellschaft, ihrer Funktion und Ausformung im gesellschaftlichen ebenso wie ihre Rezeption im Ausstellungskontext angetrieben.

Zudem hat Kerstin Godschalk als Kulturmanagerin vielschichtige Veranstaltungsformate betreut und 2013 das Stattbad in seiner Positionierung als Kulturstandort unterstützt.
Hierbei konnte sie erfolgreich die Ausschreibung zum Aufbau des Kulturnetzwerkes Wedding/Moabit mit Kulturfestival einholen und konzipierte in enger Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Street-Art Galerie Open Walls Kulturveranstaltungen.

Seit Ende 2013 arbeitet sie nun wieder am Haus der Kulturen der Welt als kuratorische Assistentin und Koordinatorin des zweijährigen Ausstellungsprojektes Das Anthropozän Observatorium, in dem sich Film, Fotografie und zeitgeschichtliche Dokumentation zu wechselnden Installationen verdichten.

Für das HB55 bietet sie den Künstlern zukünftig in der Umsetzung und Präsentation ihrer Ausstellungsprojekte vor Ort ihre Unterstützung und kuratorische Erfahrung an und begleitet das HB55 strategisch mit dem Ziel das HB55 in seiner Aktivität, Ortsspezifik und Attraktivität als einen der bedeutenden Berliner Kunststandorte hervorzuheben und im Kulturraum und Kunstmarkt zu vernetzen. Darüber hinaus finden im Rahmen ihres kuratorischen Projektes l‘espace de l‘espèce Einzel- und Gruppenausstellungen für die gezielte Präsentationen der Künstler und ihrer Werke gegenüber Kunstinteressierten und Sammlern statt.


Upcoming Exhibition:
www.hb55.de/time-shapes


Archive:

Interview Stefan Reiss
Interview Elio Graziano
Kettenreaktion
Wi(e)dersehen

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Brochure_L'espace de l'espèce.pdf3.77 MB
Broschüre_L'espace de l'espèce2014.pdf3.37 MB